Schutzhelme

Schutzhelme bewahren den Kopf zuverlässig vor schweren Verletzungen durch herabfallende Gegenstände oder Stürze im Arbeitsschutz-Bereich. Dank ihrer robusten Außenschale und stoßdämpfenden Innenausstattung bieten sie essenzielle Sicherheit auf Baustellen und in der Industrie.

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Ein Schutzhelm ist weit mehr als nur eine harte Kopfbedeckung; er ist ein technisch ausgereiftes Sicherheitssystem, das kinetische Energie absorbiert und den Träger vor lebensgefährlichen Verletzungen schützt.

1. Aufbau und Funktion
Ein moderner Schutzhelm besteht aus drei Hauptkomponenten:
  • Helmschale: Die äußere Schale verteilt die Wucht eines Aufpralls und verhindert das Eindringen spitzer Gegenstände.
  • Innenausstattung (Futter): Ein System aus Gurten oder Polstern, das den Helm auf Abstand zum Kopf hält und die Aufprallenergie durch Verformung dämpft.
  • Kinnriemen: Fixiert den Helm sicher am Kopf, besonders wichtig bei Arbeiten in der Höhe oder bei Stürzen.

2. Materialtypen und Lebensdauer
Die Wahl des Materials bestimmt maßgeblich die Einsatzdauer und Schutzwirkung:
  • Thermoplaste (z. B. PE, PP, ABS): Diese Kunststoffe sind preiswert, altern jedoch durch UV-Strahlung schneller. Sie sollten nach ca. 4 Jahren ausgetauscht werden.
  • Duroplaste (z. B. Glasfaser-Polyester): Diese Materialien sind extrem hitzebeständig und chemikalienresistent. Ihre Lebensdauer beträgt bis zu 10 Jahre.

3. Wichtige Helmfarben (Baugewerbe)
Obwohl nicht gesetzlich starr vorgeschrieben, hat sich auf Baustellen eine Farbsymbolik zur Erkennung von Funktionen etabliert:
  • Weiß: Bauleiter, Architekten, Ingenieure oder Besucher.
  • Gelb: Maurer, Tiefbauer und allgemeine Handwerker.
  • Blau: Schlosser, Elektriker oder Mechaniker.
  • Rot: Vorarbeiter oder Sicherheitsfachkräfte.
  • Grün: Sicherheitsbeauftragte oder Zimmerleute


4. Normen und Standards

In Deutschland müssen Schutzhelme spezifische Normen erfüllen, die auf dem Helm oder dem Etikett vermerkt sind:

  • DIN EN 12492 : Für Bergsteiger und Höhenarbeiter (erhöhte Anforderungen an den Kinnriemen)
  • ECE 22.06 : Die aktuelle Prüfnorm für Motorradhelme
  • DIN EN 1078 : Der Standard für Fahrradhelme.
  • EN 397 : Die Standardnorm für Industrieschutzhelme


Hinweis: Nach einem harten Schlag oder Sturz muss ein Helm sofort entsorgt werden, auch wenn keine äußeren Schäden sichtbar sind, da Haarrisse die Schutzwirkung zunichtemachen.