Hautpflege
Berufliche Hautpflege umfasst die Regeneration und Stärkung der Hautbarriere durch spezielle Pflegepräperate, um arbeitsbedingten Belastungen wie Feuchtarbeit oder chemischen Stoffen entgegenzuwirken.
* inkl. ges. MwSt. zzgl. Versandkosten
Berufliche Hautpflege ist weit mehr als nur ein bisschen Creme nach der Arbeit - sie ist ein essenzieller Tel des Arbeitsschutzes, um Berufskrankheiten wie Ekzeme zu verhindern. In Deutschland wird dies meist über das bewährte 3-Säulen-Modell (oder den integrativen Hautschutz) strukturiert.
1. Die drei Säulen des beruflichen Hautschutzes
Ein wirksames Konzept umfasst drei zeitlich abgestimmte Phasen:
Säule 1: Hautschutz (Vor und während der Arbeit)
- Ziel: Die Barrierefunktion stärken und das Eindringen von Schadstoffen (Öle, Fette, Wasser, Reinigungsmittel) erschweren.
- Anwendung: Spezielle Schutzcremes werden auf die sauberen, trockenen Hände aufgetragen, bevor die Tätigkeit beginnt oder nach Pausen.
Säule 2: Hautreinigung (Während und nach der Arbeit)
- Prinzip: So gründlich wie nötig, aber so schonend wie möglich.
- Vorgehen: Aggressive Reiniger mit Reibekörpern oder Lösemitteln sollten vermieden werden, da sie die Hautbarriere zusätzlich schädigen. Ideal sind pH-hautneutrale Waschlotionen.
Säule 3: Hautpflege (Nach der Arbeit / in der Freizeit)
- Ziel: Regeneration der Hautbarriere und Zufuhr von Feuchtigkeit und Fett (Rückfettung).
- Bedeutung: Nur eine intakte Haut kann Umwelteinflüssen dauerhaft standhalten. Pflegeprodukte sollten regelmäßig nach dem Händewaschen und vor allem nach Arbeitsende aufgetragen werden.
2. Der Hautschutzplan
Betriebe sind oft verpflichtet, einen Hautschutzplan gut sichtbar (z. B. am Waschplatz) auszuhängen. Dieser legt verbindlich fest:
- Welches Schutzmittel bei welcher Tätigkeit?
- Welches Reinigungsmittel bei welcher Verschmutzung?
- Welches Pflegemittel zur Regeneration?
Muster für verschiedene Branchen stellen die Berufsgenossenschaft (BG) zur Verfügung.
3. Warum ist das so wichtig?
Über 90 % aller anerkannten Berufskrankheiten der Haut sind Ekzeme, die durch häufige Feuchtarbeit (langes Tragen von Handschuhen, häufiges Waschen) oder Kontakt mit Chemikalien entstehen. Ein konsequenter Schutz senkt das Risiko für chronische Schäden massiv.
