Einweg

Einweg-Schutzhandschuhe dienen als essenzielle Barriere zum Schutz der Haut vor Kontaminationen durch Krankheitserreger, Chemikalien oder Verschmutzungen. Gleichzeitig verhindern sie effektiv die Übertragung von Keimen und Mikroorganismen auf Oberflächen oder andere Personen, um höchste Hygienestandards in Medizin, Pflege und Industrie zu gewährleisten.

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Einweg-Schutzhandschuhe sind ein zentraler Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) und dienen dem kurzzeitigen Schutz der Hände vor äußeren Einflüssen sowie der Vermeidung von Kreuzkontaminationen. 

1. Materialien und ihre Eigenschaften
Die Wahl des richtigen Materials hängt stark vom jeweiligen Anwendungsbereich ab: 


Nitril:

  • Vorteile: Sehr reißfest, hervorragender Schutz gegen Fette, Öle und viele Chemikalien. Zudem absolut latexfrei und damit ideal für Allergiker.
  • Einsatz: Medizin, Labor, Lebensmittelindustrie (besonders bei fettigen Speisen) und mechanische Werkstätten.

Latex:

  • Vorteile: Beste Elastizität und höchstes Tastempfinden („zweite Haut“).
  • Nachteile: Kann bei Anwendern oder Patienten Latexallergien auslösen. Nicht geeignet für den Kontakt mit Ölen/Fetten, da diese das Material durchlässig machen.
  • Einsatz: Chirurgie, medizinische Untersuchungen und Reinigungsarbeiten (ohne Ölkontakt).

Vinyl:

  • Vorteile: Sehr kostengünstig und weich.
  • Nachteile: Geringere Reißfestigkeit und Dehnbarkeit. Enthält oft Weichmacher, weshalb sie für den direkten Kontakt mit fetthaltigen Lebensmitteln meist ungeeignet sind.
  • Einsatz: Kurzzeitige Tätigkeiten mit geringem Risiko, z. B. einfache Pflegearbeiten oder Haushalt.

2. Wichtige Qualitätsstandards
Um als Schutz- oder Medizinhandschuh zugelassen zu sein, müssen sie bestimmte Normen erfüllen: 
  • EN 455: Standard für medizinische Einmalhandschuhe (Dichtigkeit, physikalische Eigenschaften).
  • EN 374: Kennzeichnet Handschuhe, die vor Chemikalien und Mikroorganismen schützen.

3. Tipps zur Anwendung
  • Hygiene: Vor dem Anziehen und nach dem Ausziehen sollten die Hände immer gründlich desinfiziert oder gewaschen werden.
  • Wechselintervall: Handschuhe sollten gewechselt werden, sobald sie beschädigt oder von innen feucht sind oder wenn die Tätigkeit am Patienten/Objekt wechselt.
  • Korrektes Ausziehen: Greifen Sie den ersten Handschuh an der Handfläche und ziehen Sie ihn nach vorne ab, sodass die Außenseite nach innen gekehrt wird. Den zweiten Handschuh von innen (unter die Stulpe greifend) abziehen.