Handschutz

Schutzhandschuhe bilden als unverzichtbare Persönliche Schutzausrüstung PSA eine Barriere gegen mechanische, thermische und chemische Gefahren. Sie bewahren die Haut vor Verletzungen, aggressiven Stoffen und Infektionen während sie gleichzeitig die Sicherheit am Arbeitsplatz erhöhen.

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Schutzhandschuhe sind ein zentraler Bestandteil der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) und dienen dazu, die Hände vor gesundheitsgefährdenden Einflüssen zu bewahren. Die Auswahl richtet sich strikt nach dem spezifischen Risiko am Arbeitsplatz. 

1. Einteilung nach Risikokategorien (PSA-Verordnung)
Handschuhe werden rechtlich in drei Kategorien unterteilt, die den Grad der Gefährdung widerspiegeln: 
  • Kategorie I (Geringe Risiken): Schutz gegen oberflächliche mechanische Verletzungen oder milde Reinigungsmittel (z. B. einfache Garten- oder Haushaltshandschuhe).
  • Kategorie II (Mittlere Risiken): Schutz gegen mechanische Gefährdungen wie Schnitte oder Stiche (z. B. klassische Arbeitshandschuhe).
  • Kategorie III (Hohe Risiken): Schutz gegen tödliche Gefahren oder irreversible Gesundheitsschäden, wie Chemikalien, Hitze über 100 °C oder Stromschläge.

2. Wichtige Schutzarten und Normen
Je nach Einsatzgebiet müssen Handschuhe bestimmte europäische Normen EN erfüllen: 
  • Mechanischer Schutz (EN 388): Bewertet Abriebfestigkeit, Schnittfestigkeit, Weiterreißfestigkeit und Durchstichkraft.
  • Chemikalienschutz (EN 374): Unterteilt in Typ A, B und C, je nachdem, wie viele Prüfchemikalien für welche Zeit (Permeation) abgehalten werden.
  • Hitzeschutz (EN 407) & Kälteschutz (EN 511): Schützen vor Kontakt- oder Strahlungswärme sowie extremer Kälte bis zu -50 °C.
  • Hygieneschutz: Einmalhandschuhe (Latex, Nitril, Vinyl) verhindern die Übertragung von Keimen und schützen vor leichten Verschmutzungen.

3. Materialien und ihre Eigenschaften
Das Material bestimmt maßgeblich die Schutzwirkung und den Tragekomfort: 
  • Nitril: Hohe Beständigkeit gegen Öle und Chemikalien, reißfester als Vinyl.
  • Latex: Sehr dehnbar und griffig, jedoch Allergiepotenzial.
  • Leder: Robust gegen mechanische Beanspruchung und Funkenflug, oft im Handwerk genutzt.
  • Baumwolle: Atmungsaktiv, oft als Unterziehhandschuh oder für Allergiker bei leichten Tätigkeiten.
Anwendungshinweis: Für den betrieblichen Einsatz ist oft ein Handschuhplan erforderlich, der genau festlegt, welcher Handschuh bei welcher Tätigkeit getragen werden muss.