Medizin

Berufskleidung in Medizin und Pflege ist weit mehr als nur ein „Outfit“. Sie erfüllt entscheidende Funktionen in den Bereichen HygieneArbeitsschutz und Professionalität.

Kategorien

* inkl. ges. MwSt. zzgl. Versandkosten

Berufskleidung in der Medizin und Pflege ist weit mehr als nur ein Dresscode – sie ist ein entscheidendes Werkzeug für Hygiene, Sicherheit und Funktionalität im Arbeitsalltag.

1. Kernbestandteile der Ausstattung
  • Kasack: Das zentrale Element, meist kurzärmelig (um die Desinfektion der Unterarme zu ermöglichen), mit praktischen Taschen für Arbeitsutensilien.
  • Medizinische Hosen: Oft mit Gummizug für maximale Bewegungsfreiheit und Komfort bei langen Schichten.
  • Visitenkittel: Klassischerweise von Ärzten getragen, symbolisieren sie Professionalität und dienen als zusätzliche Schutzschicht.
  • Arbeitsschuhe: Sie müssen rutschfest, vorne geschlossen und leicht zu reinigen sein. Laut der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) sollten sie zudem dämpfende Eigenschaften besitzen, um Wirbelsäule und Gelenke zu entlasten.

2. Hygiene und Materialien
Die Anforderungen an das Material sind durch das Infektionsschutzgesetz und die Hygieneverordnung streng geregelt:
  • Waschbarkeit: Kleidung muss bei mindestens 60 °C waschbar sein, um Keime sicher abzutöten.
  • Materialwahl: Häufig wird ein Mischgewebe aus Baumwolle und Polyester verwendet, da es atmungsaktiv, formstabil und strapazierfähig ist.
  • Reinigungsverbot zu Hause: Um die Verschleppung von Keimen zu verhindern, darf Arbeitskleidung in vielen Bereichen nicht im privaten Haushalt gewaschen werden


3. Symbolik und Farben
Farben dienen oft der schnellen Orientierung im Klinikalltag:
  • Weiß: Steht traditionell für Reinheit und Professionalität, wird häufig in Arztpraxen oder bei der Visite genutzt.
  • Blau/Grün: Diese Farben finden sich oft in OP-Bereichen, da sie weniger blenden und den Kontrast zu Blut erhöhen.
  • Moderne Trends: In der Pflege setzen sich zunehmend freundliche Farben wie Azurblau, Hellgrün oder Koralle durch, um eine angenehmere Atmosphäre für Patienten zu schaffen.

4. Besondere Schutzkleidung (PSA)
Bei direktem Kontakt mit Infektionsquellen wird die normale Berufskleidung durch persönliche Schutzausrüstung ergänzt, wie z. B. flüssigkeitsdichte Schürzen, Einmalhandschuhe, Mund-Nasen-Schutz oder Hauben.