Feuerwehr

Die Feuerwehrkleidung kombiniert als persönliche Schutzausrüstung (PSA) maximale Sicherheit durch hitzebeständige, wasserabweisende Materialien mit hoher Sichtbarkeit für den Einsatz.

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Berufskleidung bei der Feuerwehr ist weit mehr als nur ein Outfit – sie ist ein hochspezialisiertes System, das Leben schützt und Funktionalität im Sekundentakt gewährleistet. Man unterscheidet primär zwischen der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) für Einsätze und der Dienstkleidung für den Stationsalltag oder Repräsentationszwecke.

1. Die Einsatzkleidung (PSA)
Diese Ausrüstung ist auf maximale Widerstandsfähigkeit gegen Hitze, Flammen und mechanische Einwirkungen ausgelegt.
  • Feuerwehrschutzanzug: Besteht meist aus einer Überjacke und einer Überhose nach der Norm DIN EN 469. Moderne Anzüge nutzen High-Tech-Materialien (wie Nomex oder Kermel), die bei Hitze nicht schmelzen und eine thermische Barriere bilden. Reflektierende Streifen sorgen für Sichtbarkeit gemäß HuPF (Herstellungs- und Prüfungsbeschreibung für eine universelle Feuerwehrschutzkleidung).
  • Feuerwehrhelm: Schützt vor herabfallenden Trümmern und Hitze. Er verfügt oft über ein Visier und einen Nackenschutz.
  • Schutzhandschuhe: Es wird zwischen hitzebeständigen Handschuhen für die Brandbekämpfung und Lederhandschuhen für die technische Hilfeleistung (Schnittschutz) unterschieden.
  • Feuerwehrstiefel: Diese müssen wasserdicht sein, eine Stahlkappe besitzen und eine durchtrittsichere Sohle aufweisen.

2. Die Dienst- und Arbeitskleidung
Wenn kein direkter Einsatz ansteht, tragen Feuerwehrleute die bequemere Tagesdienstkleidung.
  • Zweck: Unterricht, Gerätewartung oder Verwaltungsaufgaben.
  • Bestandteile: Dunkelblaue Hosen, Hemden oder Poloshirts sowie Sweatshirts oder Strickjacken.
  • Kennzeichnung: Hier finden sich oft Dienstgradabzeichen und das Wappen der jeweiligen Kommune oder Wehr.

3. Spezialbekleidung
Für besondere Lagen gibt es ergänzende Ausrüstung:
  • ABC-Schutzanzüge: Für Einsätze mit Gefahrgut (Chemie, Biologie, Radiologie).
  • Waldbrandbekleidung: Leichtere, atmungsaktivere Varianten für lange Einsätze in unwegsamem Gelände.
  • Wathosen/Schwimmwesten: Für Einsätze am oder im Wasser.
Zusammenfassend wiegt eine vollständige Einsatzausrüstung etwa 15 kg und muss regelmäßig nach strengen Vorgaben gewartet und gereinigt werden, um ihre Schutzfunktion nicht zu verlieren.